Nitta Yoshisada
war einer der bedeutensten militärischen Führer und Fürsten des frühen japanischen Mittelalters. Die Familie Nitta führt ihre Wurzeln auf den Clan Minamoto zurück, die Familie, die über Jahrhunderte den Posten des Shogun, des weltlichen Herrschers Japans stellte. Nitta bedeutet sinngemäß "neues Land" und war ebenfalls der Name der Heimatprovinz dieses Geschlechtes in Ostjapan, in der heutigen Provinz Kozuke.Der Fürst Nitta Yoshisada gelangte zu Berühmtheit, indem er in den Machtkämpfen des 14. Jahrhundert zwischen altem Kaiserhaus und putschenden Militäradel den Kaiser unterstützte und sich für ihn in viele Schlachten schlug. Die aufstrebenden Aristokraten hatten bereits neben der bestehenden Hauptstadt Kyoto eine neue Stadt als Hauptstützpunkt und Regierungssitz aufgebaut - Kamakura. Nitta Yoshisada führte als Feldherr eine große Armee gegen die am Meer gelegene befestigte Stadt, welche von über 150.000 Samurai der Hojo-Regierung verteidigt wurde. Als er die Stadt nicht auf herkömmliche Weise einnehmen konnte, sann er auf eine Kriegslist. Über Nacht durchschwammen tausende Krieger mit ihren Pferden die Bucht von Kamakura und fielen im Morgengrauen mit einsetzender Ebbe in die unbefestigte Seeseite der Stadt ein. Nach drei weiteren Tagen schwerster Kämpfe fiel am 10.Juni 1333 Kamakura. Die Angehörigen der Hojo-Regierung begingen Selbstmord durch Harakiri. Mit diesem taktischen Geniestreich ging Nitta Yoshisada in die Lehrbücher japanischer Kriegsführung ein. Somit festigte Fürst Nitta Yoshisada die Macht des alten Kaiserreiches und gilt noch heute als Sinnbild für Kaisertreue und Beständigkeit in der Geschichte Japans. Nitta Yoshisada beendete in Folge dessen die sogenannte Kamakura-Epoche und war Wegbereiter einer neuen Zeit - der Muromachi-Epoche. Diese wurde wenig später durch den Verrat des Generals Ashikaga gegen den Kaiser ausgerufen. Im Kampf gegen diesen erneuten Putschisten fiel Nitta Yoshisada im Jahre 1338.